SDRL auf der 6. Community Health Konferenz

Schwerpunktsession Innovation der Teilhabe: Lebensweltliche Erfahrungen von Menschen mit Behinderung im Kontext der Eingliederungshilfe


23. & 24.11.2023

Veranstaltung:
Community Health Konferenz

Ort:
Department of Community Health an der HS Gesundheit in Bochum

Teilnehmerinnen:
Nora Karl, Mara Vöcking

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Am 23. November 2023 fand die 6. Community Health Konferenz an der Hochschule für Gesundheit in Bochum statt, bei der Forschende, Praktizierende und Studierende die Frage diskutierten, wie die Gesundheit von benachteiligten Gruppen nachhaltig verbessert werden kann.

Das Forschungsteam des SDRL hatte die Gelegenheit, gemeinsam mit fünf Wissenschaftler*innen der TU Dortmund im Rahmen einer Schwerpunktsession mit dem Titel „Innovation der Teilhabe“ aktuelle Erkenntnisse sozialer Innovationen im Kontext der Teilhabe von Menschen mit Behinderung aus verschiedenen Fachrichtungen zu beleuchten. Dabei wurden verschiedene Blickwinkel auf die Verbesserung der Teilhabechancen von Menschen mit Behinderung, unter anderem am ersten Arbeitsmarkt, betrachtet.

Nach einer gelungenen Anmoderation durch Daniel Krüger machte das Team der TU Dortmund mit zwei Vorträgen den Auftakt der Schwerpunktsession. Vertr.-Prof. PD Dr. Bastian Pelka (Fakultät Rehabilitationswissenschaften) und Ann Christin Schulz (Sozialforschungsstelle) gaben Einblicke in ihr mit den Sozialhelden e.V. durchgeführtes Projekt „Inclu Science“ , bei dem partizipativ mit Bürger*innen mit Behinderung zusammengearbeitet wird, um eine Wheelmap zu erstellen. Dadurch sollen Informationen zur Barrierefreiheit verschiedener öffentlicher Orte verbessert und zugänglich gemacht werden. Dr. Jana York, Teresa Sartor und Sarah Lamb (Fakultät Rehabilitationswissenschaften) gaben im Anschluss in ihrer Präsentation zur Evaluation der Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeberinnen, Einblicke in deren Gelingensbedingungen und Herausforderungen im Kontext beruflicher Rehabilitation aus Sicht sozialer Innovation.  

Im zweiten Teil der Schwerpunktsession stellten Nora Karl und Mara Vöcking vom SDRL (FH Münster) sowie Lisa Preissner und Daniel Krüger von der Sozialforschungsstelle die ersten Erkenntnisse des Forschungsprojekts „Arbeiten, wie ich es will!“  in einer zweiteiligen Präsentation vor. Das Forschungsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Teilhabe am 1. Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung zu verbessern. Dazu soll ein Bedarfsermittlungsinstrument entwickelt werden, das Menschen mit Behinderungen bei der beruflichen Orientierung unterstützt. Um dieses komplexe Thema bestmöglich zu bearbeiten, hat sich ein inter- und transdisziplinäres Konsortialteam zusammengeschlossen, das verschiedene Disziplinen miteinander vereint. 

Das Social Design Team beleuchtete in ihrem Vortrag die Mikroperspektive, bei der die Bedarfsermittlung der Menschen mit Behinderung (Co-Designerinnen) und die Transformation der Ergebnisse im Vordergrund stehen. Dabei gaben sie Einblicke in ihre partizipativ-gestalterischen Workshops, in denen gemeinsam mit Co-Designerinnen mit Behinderung explorativ ergründet wurde, welche hemmenden und fördernden Faktoren die berufliche Orientierung derzeit beeinflussen und welche Bedürfnisse und Sichtweisen sie zum Thema haben. Durch die intensive Zusammenarbeit wurden tiefe Einblicke gewonnen, und auf Mikroebene zeichnete sich ein erstes Bild ab, wie die Co-Designerinnen auf verschiedene Themen der beruflichen Orientierung blicken. Diese wurden vom Social Design Team illustrativ umgesetzt, um den Besucher*innen die Forschungsergebnisse anschaulich zu präsentieren. Gefolgt wurde der Vortrag durch eine Perspektivierung der Makroebene durch das Team der TU Dortmund, die durch eine Beforschung von Rahmenbedingungen auf individueller und institutioneller Ebene sowie in Hinblick auf Umweltfaktoren, wie die Auswirkungen gesetzlicher Regelungen oder bisheriger Werte und Normen, untersuchten.

Eine inspirierende Fragerunde und Diskussion, mit spannenden Impulsen, folgten auf den Vortrag. Besonders ermutigend war das Feedback, das wir am Ende der Session erhielten, insbesondere zur außergewöhnlichen Aufbereitung der Informationen durch unser Designteam. Wir möchten uns herzlich bei den Veranstaltern der Konferenz sowie bei allen Teilnehmenden bedanken, die unseren Vortrag besucht haben und zu einer inspirierenden Diskussion beigetragen haben.