Partizipation auf dem Domplatz: Der „How to Workshop“-Kurs zu Gast in der kreisl Kiste
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17.06.2026
Veranstaltung:
Workshop in der kreisl Kiste
Ort:
Domplatz Münster
Teilnehmer*innen: Studierende des Masterstudiengang „Transformation Design und Social Design“, Bürger*innen
Kooperationspartner*in:
kreisl →
Mehr Infos zum Masterstudiengang Transformation Design und Social Design →
Heute erprobten Studierende des Masterstudiengangs Transformation Design und Social Design an der Münster School of Design (MSD) im Kurs „Techniken der Gestaltung 4 – How to Workshop“ ihr selbst entwickelten Workshopformat in der kreisl Kiste, einem Reallabor und offenen Experimentierraum mitten auf dem Domplatz Münster.
Der Kurs, geleitet von Prof. Carolin Schreiber, gemeinsam mit Diana Cürlis und Nora Karl, beschäftigt sich mit der Methode des Workshops. Studierende entwickeln gemeinsam mit Bürger*innen partizipative Formate zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen.
In diesem Semester arbeiteten 14 Studierende in drei Gruppen. Ausgehend von selbst gewählten Themenfeldern, darunter Machtstrukturen, Patriarchat & Design und das Leben im digitalen Zeitalter, entwickelten sie eigene Fragestellungen und thematische Zugänge.
Eine der Gruppen, bestehend aus den Studierenden Linus Hötzel, Helen Ophei, Leonie Truß und Pia Büchter, widmete sich patriarchalen Mustern im Familienalltag. Ziel war es, diese mithilfe explorativer Methoden anhand von Anekdoten im Kontext von Familienfeiern sichtbar zu machen. Entstanden ist ein offenes Format mit mehreren Stationen, konzipiert für eine Mischung aus eingeladenen Gästen und spontan vorbeikommenden Besucher*innen der kreisl Kiste. Den Workshop durchliefen zwei unterschiedliche Teilnehmergruppen: eine erste Gruppe von Mitte 20 Jährigen sowie eine zweite Gruppe von Rentner*innen.
Der Workshop begann mit einem gemütlichen Ankommen und einer Vorstellungsrunde. Ein Intro mit O-Tönen knüpfte an eigene Erfahrungen der Teilnehmenden an, weckte Neugier und stellte einen Bezug zur eigenen Lebensrealität her.
Station 1 – „Kaffeeklatsch“: Im Zentrum stand ein Wimmelbild. Dort konnten die Teilnehmer*innen typische Situationen und Dynamiken abbilden, die sie selbst auf Familienfeiern erlebt haben. Die Wimmelbild-Methode eignet sich besonders gut für komplexe soziale Situationen: Sie regt durch Material und räumliche Darstellung zum situativen Denken an und macht es leichter, Beziehungen niedrigschwellig und zugänglich darzustellen. Frage-Karten luden zur Auseinandersetzung ein, etwa mit der Frage „Wird dein Verhalten in der Familie kommentiert?“.
Station 2 – Karten schreiben: Mit der Unsend-Letter-Methode konnten persönliche Erfahrungen in einem privateren Rahmen auf Karten festgehalten werden. Ein eigens aufgestellter Briefkasten nahm sie entgegen.
Im Anschluss wurden die Erfahrungen des Tages gemeinsam in einer Feedbackrunde reflektiert.
Herzlichen Dank an das kreisl-Team, das unseren Studierenden diesen offenen Rahmen der kreisl Kiste zur Verfügung gestellt hat.
