Neue Co-Design-Methoden im Forschungsprojekt „AWIEW“ erprobt
Rückblick auf die Co-Design-Workshopreihe mit „Der Bunten Crew“ im Forschungsprojekt „Arbeiten wie ich es will“

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24.04.2023
Veranstaltung:
Co-Design Workshops im Forschungsprojekt „Arbeiten wie ich es will” mit der Gruppe „Die bunte Crew”
Ort:
FranzLab

Vorab: Das Forschungsprojekt „Arbeiten, wie ich es will“, das wir in Kooperation mit dem Franz Sales Haus, der TU Dortmund – Sozialforschungsstelle und dem Fraunhofer-Anwendungszentrum SYMILA realisieren, ist von Anfang an als partizipatives Projekt angelegt. Wie sollten wir schließlich ein „Bedarfsanalyseinstrument“ entwickeln, ohne jemals erfahren zu haben, welche Bedarfe Menschen mit Behinderungen wirklich in Bezug auf den beruflichen Orientierungsprozess haben? Für uns war von Anfang an klar: Das können wir nur gemeinsam mit den Co-Designer*innen herausfinden.
Daher war es uns auch wichtig, im Prozess sehr flexibel auf die Themen, Wünsche und Meinungen unserer Teammitglieder der „Bunten Crew“ eingehen zu können – und so kam es, dass wir viele Co-Design-Methoden nicht nur angepasst, sondern auch neue ausprobiert haben.


In einem der insgesamt 23 Workshops zum Beispiel kristallisierte sich heraus, dass die Co-Designer*innen, die schon mal Erfahrungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sammeln konnten, sich dort häufig nicht verstanden gefühlt haben und dass ihnen manche Dinge fehlten, um sich bei der Arbeit richtig wohlfühlen zu können. Nachdem wir zusammen reflektiert hatten, welche Situationen schon total gut liefen und welche eher negative Gefühle wie Stress oder Orientierungslosigkeit ausgelöst haben, wurde es konstruktiv! Zusammen mit den beiden kreativen Co-Designer*innen entwickelten wir eine Toolbox, die man Arbeitgebenden an die Hand geben könnte, damit ihnen das Onboarding und die Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen in Zukunft besser gelingt. Dabei entstanden spannende Ideen, wie ein Podcast über einfache Sprache, ein Video, das ein gelungenes Bewerbungsgespräch zeigt, oder ein Blanko-Zeitplan, der genügend Pausen vorsieht.

Während anderer Treffen bemerkten wir, dass die Co-Designer*innen der „DBC“-Gruppe viele Fragen zum großen Thema Arbeitswelt hatten und dass unser Kreativraum „FranzLab“ anscheinend ein guter Ort war, um diese Fragen endlich loszuwerden. Allerdings äußerte ein Co-Designer auch, dass es so viele Dinge gebe, die er gern wissen würde, dass ihm ein Überblick fehle und ihm zunächst wichtig sei zu erfahren, welches Wissen und welche Möglichkeiten überhaupt relevant für ihn seien. Also entschieden wir uns, erstmal Zeit zu nehmen, all diese Fragen als Mind-Map zu visualisieren und zu strukturieren. Als wir damit fertig waren, wurde schnell klar: Die Co-Designer*innen möchten vor allem mehr darüber erfahren, welche Berufe es eigentlich gibt und welche Wege, also Ausbildungen, zu welchen Berufen führen. Daraufhin überlegten wir in einer weiteren Workshop-Einheit, wie ein spannendes und verständliches Medium aufgebaut und gestaltet sein könnte, in dem man sich in Zukunft darüber informieren kann.
Abschließend ist zu sagen, dass wir uns darüber freuen, dass die Co-Design-Workshopreihe mit „Der Bunten Crew“ so zahlreiche Erkenntnisse für die weitere Konzeption im Projekt und die bevorstehenden neuen Co-Design-Workshops lieferte. Wir sind schon jetzt sicher, dass diese Erkenntnisse unsere zukünftige Arbeit bereichern werden!